Bebauungsplan Baustelle Haas Haus
Was der Bebauungsplan regelt
Was und wie auf einem Grundstück gebaut werden darf, legt die Gemeinde in einem Bebauungsplan fest.

Bebauungsplan

Warum sollte ich als Bauherr vor dem Grundstückskauf den Bebauungsplan einsehen?

Der Bebauungsplan regelt die erlaubte bauliche Nutzung in einem Gebiet, also wie und was gebaut werden darf. Die Gemeinde entwickelt einen Bebauungsplan aus dem Flächennutzungsplan heraus und erlässt ihn als rechtsverbindliche Satzung. Das heißt, die darin enthaltenen Regelungen – Festsetzungen genannt – sind für alle Bürger bindend. Bauherren sollten den Bebauungsplan am besten vor dem Kauf des Grundstücks einsehen. So lässt sich herausfinden, ob das Fertighaus überhaupt nach Wunsch gebaut werden darf.

FAQ zum Bebauungsplan

Was es rund um Bebauungspläne zu wissen gibt

Bebauungsplan von Haas Haus

Wozu gibt es Bebauungspläne?

Ein Bebauungsplan ist eine Rechtsnorm, die im Rahmen der Bauleitplanung in einem im Baugesetzbuch (BauGB) festgelegten Verfahren von der Gemeinde erlassen wird. Bebauungspläne orientieren sich immer am übergeordneten Flächennutzungsplan. Die Kommunen erstellen sie, um städtebaulich die Entwicklung des Ortes zu lenken. Indem sie regeln, wie und was auf welchen Flächen baulich erlaubt ist, verhindern sie „Wildwuchs“.

Je nachdem, wie weitreichend die Festsetzungen sind, spricht man von einem einfachen oder einem qualifizierten Bebauungsplan. Der qualifizierte Bebauungsplan enthält Regelungen über Art und Maß der baulichen Nutzung, die überbaubaren Grundstücksflächen und die örtlichen Verkehrsflächen. Bauvorhaben, die sich an alle Festsetzungen des Bebauungsplans halten, sind bauplanungsrechtlich zulässig. 

Bauherren von Haas Haus

Was legt der Bebauungsplan fest?

§ 9 des BauGB regelt, was ein Bebauungsplan beinhalten kann. Welche Regelungen der Bebauungsplan allerdings im Einzelnen trifft, unterscheidet sich je nach Bundesland und Gemeinde. Während in dem einen Bebauungsplan nur Grundlegendes zur Bauleitplanung wie Abstandsflächen oder die Art und das Maß der baulichen Nutzung festgelegt sind, regelt ein anderer ganz konkrete Gestaltungswünsche der Gemeinde wie Dachform, -farbe und -neigung oder auch die Fassadengestaltung. Bebauungspläne enthalten also wichtige Informationen für Bauherren.

Grundstücksinteressierte können den jeweiligen Bebauungsplan beim Bauordnungsamt, bei der Gemeindeverwaltung bzw. dem Stadtplanungsamt oder in vielen Orten auch online einsehen und die für das Bauvorhaben wichtigen Informationen sammeln. So finden Sie schnell heraus, ob sich die gewünschte Stadtvilla oder der geplante Bungalow auf dem Grundstück überhaupt bauen lässt.

Baustelle von Haas Haus

Bauen ohne Bebauungsplan?

Nicht immer existiert ein Bebauungsplan für das Gebiet, in dem ein Baugrundstück liegt. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn es sich um eine Baulücke in einem bereits bestehenden Wohngebiet handelt. Um dann sicher zu gehen, dass dem geplanten Bauvorhaben nichts im Wege steht, empfiehlt es sich, eine sogenannte Bauvoranfrage bei der Gemeinde zu stellen. Anschließend prüft die zuständige Behörde, ob die Bauvorstellungen des Bauherrn auf dem betreffenden Grund genehmigungsfähig sind. Denn existiert kein Bebauungsplan, greifen die Vorschriften aus dem Baugesetzbuch. Danach müssen Neubauten beispielsweise in Art und Ausmaß der Nutzung sowie Bauweise der unmittelbaren Nachbarschaft angepasst sein. Bei einem positiven Bescheid steht dem Bau des Traumhauses zumindest aus rechtlicher Sicht dann nichts mehr entgegen.